Eine Zahl statt eines Gefühls
„Sie geht ein bisschen vor“ ist eine Ahnung. Nach einem Tag am Handgelenk liefert dir Réglage die Zahl: +2,8 Sekunden pro Tag, gemessen an der Atomzeit.
Für mechanische und automatische Uhren
Réglage stellt deine Uhr sekundengenau nach der Atomzeit und sagt dir dann genau, wie viele Sekunden pro Tag sie vor- oder nachgeht. Ein stilles Instrument für alle, die noch eine Maschine am Handgelenk tragen.
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Warum Réglage
Eine mechanische Uhr ist eine kleine Maschine, die meist sechs- oder achtmal pro Sekunde schlägt, angetrieben von einer Feder und sonst nichts. Perfekt wird sie nie sein. Genau darin liegt ihr Reiz – und der Grund, sie gut zu kennen.
„Sie geht ein bisschen vor“ ist eine Ahnung. Nach einem Tag am Handgelenk liefert dir Réglage die Zahl: +2,8 Sekunden pro Tag, gemessen an der Atomzeit.
Das Werk eines COSC-zertifizierten Chronometers muss im Mittel zwischen −4 und +6 Sekunden pro Tag liegen. Réglage zeigt dir klar und einfach, ob deine Uhr am Handgelenk im selben Bereich bleibt.
Jede Messreihe bleibt im Verlauf erhalten. Eine Uhr, die jedes Mal ein wenig weiter abweicht, bittet leise um eine Revision. Und danach weißt du innerhalb eines Tages, ob die Regulierung des Uhrmachers hält.
So funktioniert’s
Das Zifferblatt läuft nach der Atomzeit und zählt bis zu jeder fünften Sekunde herunter; auf Wunsch mit Tönen und sanfter Vibration. Zieh die Krone (bei den meisten Uhren hält dann der Sekundenzeiger an), stell die Zeit ein und drück sie genau auf die Marke wieder hinein.
Leb deinen Tag. Zieh sie auf, trag sie, leg sie auf den Nachttisch. Je länger du wartest, desto genauer die Antwort; ein ganzer Tag liefert eine verlässliche.
Wähle einen Zeitpunkt knapp vor deiner Uhr und tippe auf Jetzt, sobald ihr Sekundenzeiger ihn erreicht. Réglage berechnet die Gangabweichung in Sekunden pro Tag und speichert sie.
Das Ergebnis
Die Gangabweichung, ob sie die Chronometertoleranz einhält, ein Diagramm der Messreihe, während sie sich einpendelt, und der Verlauf aller früheren Messreihen. Keine Fünf-Minuten-Momentaufnahme einer Zeitwaage, sondern wie deine Uhr am Handgelenk wirklich läuft, Tag für Tag.
Field Watch
Messreihe 3 · 4 T
+2,8s/T
Innerhalb der COSC-Chronometertoleranz (−4 bis +6 s/T)
Die Feinheiten
Das Zifferblatt wird über das Internet mit der Atomzeit synchronisiert, auf Sekundenbruchteile genau.
Schalte die Töne ein: Steigende Tonhöhen führen dich zu jeder fünften Sekunde, dazwischen vibriert es bei jeder Sekunde sanft. Dein Blick bleibt auf der Uhr.
Jede Uhr hat ihre eigenen Messreihen, ihr eigenes Diagramm und ihren eigenen Verlauf.
Melde dich mit einem Code an, den du per E-Mail erhältst – ohne Passwort. Deine Uhren begleiten dich.
Kein Empfang? Deine Uhren und Messungen bleiben auf deinem Handy und werden synchronisiert, sobald du wieder online bist.
Exportiere alle deine Daten, wann immer du willst. Löschst du dein Konto, verschwinden sie mit ihm.
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Fragen
Öffne Réglage und lass das Zifferblatt herunterzählen: Es läuft nach der Atomzeit und markiert jede fünfte Sekunde, auf Wunsch mit steigenden Tönen und sanfter Vibration. Zieh die Krone, stell die Zeiger und drück die Krone genau auf die Marke wieder hinein. Dann läuft deine Uhr bis auf einen Sekundenbruchteil synchron zur Atomzeit los.
Bei einer Uhr mit Sekundenstopp bleibt der Sekundenzeiger stehen, wenn du die Krone herausziehst. So kannst du ihn oben bei der Zwölf anhalten und auf die Sekunde genau neu starten. Die meisten modernen mechanischen Uhren haben ihn, viele ältere und manche günstige Modelle nicht.
Den Sekundenzeiger kannst du nicht anhalten, also stell die Minuten so genau wie möglich ein und überlass Réglage den Rest. Miss einmal, um eine Messreihe zu beginnen: Réglage erfasst, wie weit die Uhr abweicht, als Startwert und berechnet die Gangabweichung daraus, wie sich dieser Wert verändert. Die Uhr muss also nicht auf die Sekunde genau starten.
Das hängt vom Werk ab. Ein COSC-zertifizierter Chronometer liegt im Mittel bei −4 bis +6 Sekunden pro Tag; ein Rolex Superlative Chronometer nach dem Einschalen bei −2 bis +2; die meisten Omega Master Chronometer bei 0 bis +5; eine mechanische Grand Seiko bei −3 bis +5; und für ein alltägliches Seiko-4R36-Werk sind −35 bis +45 angegeben. Ein gleichmäßiger Gang innerhalb der Spezifikation deines Werks steht für eine gesunde Uhr.
Die COSC, die offizielle Schweizer Chronometerprüfstelle, prüft ein Werk 15 Tage lang in fünf Lagen und bei drei Temperaturen nach ISO 3159. Für das Zertifikat muss es im Mittel zwischen −4 und +6 Sekunden pro Tag liegen. Seit Oktober 2026 zertifiziert die COSC als Excellence Chronometer auch komplette Uhren, mit −2 bis +4 Sekunden pro Tag.
Mindestens 12 Stunden, besser einen ganzen Tag oder länger. Jede Messung kann um einige Zehntelsekunden danebenliegen, je nachdem, wie genau du tippst, und dieser Fehler verteilt sich auf die Zeit dazwischen: Über einen Tag fällt er kaum ins Gewicht, über eine Stunde wäre er vierundzwanzigmal so groß. Deshalb bittet dich Réglage, 12 Stunden zu warten, bevor du erneut misst.
Oft ist es Magnetismus: Ein Handy, ein Laptop oder der Verschluss einer Tasche kann die Unruhspirale magnetisieren, sodass die Uhr Sekunden oder sogar Minuten pro Tag vorgeht. Auch die Lage über Nacht, eine geringe Gangreserve, ein Stoß oder ein Werk, das eine Revision braucht, spielen eine Rolle. Springt die Gangabweichung von einer Messreihe zur nächsten, liegt Magnetismus nahe; driftet sie mit jeder Messreihe weiter ab, ist eine Revision fällig.
Réglage beantwortet eine andere Frage. Eine Zeitwaage hört das Werk ein paar Minuten lang auf dem Tisch ab und zeigt Gang, Abfallfehler und Amplitude – Werte, die ein Uhrmacher braucht. Réglage misst, womit du lebst: wie genau deine Uhr an deinem Handgelenk über einen Tag oder länger die Zeit hält. Für Besitzer ist das meist die Zahl, auf die es ankommt.
réglage /ʁe.ɡlaʒ/
Substantiv, französisch
Die Kunst des Uhrmachers, ein Werk so lange zu justieren, bis es genau geht. Der letzte und feinste Schritt beim Bau einer Uhr – und jetzt einer, den du selbst überprüfen kannst.
Réglage läuft in deinem Browser, auf dem Handy oder am Computer. Findet es viel Anklang, folgen Apps für iPhone und Android.